Skip to main content

Hausstaubmilben

Ganzjährige Herausforderung für das Immunsystem: Hausstaubmilben


Die Hausstaubmilbenallergie wird umgangssprachlich auch als Hausstauballergie oder Milbenallergie bezeichnet. Nimmt man es genau, sind beide Namen nicht ganz zutreffend. Denn weder der Staub noch die Milben sind die eigentlichen Ursachen der Hausstaubmilbenallergie.

Was sind die genauen Ursachen einer Hausstauballergie?


Der Hausstaubmilbenallergie-Auslöser ist hauptsächlich der getrocknete Kot der winzigen Tierchen, die millionenfach in praktisch jedem Haushalt leben.

Hausstaubmilben sind normale Mitbewohner

Hausstaubmilben kommen in allen Haushalten vor. Sie brauchen sich also keine Sorgen machen, dass deren Auftreten etwas mit schlechter Hygiene oder Ähnlichem zu tun hat. Bei den Milben handelt sich um winzige Spinnentierchen mit folgenden Merkmalen:

  • 0,2 – 0,4 mm groß
  • bevorzugen eine warme und feuchte Umgebung (daher vor allem in Bettzeug und Matratzen anzutreffen)
  • ernähren sich von Hautschuppen und Schimmelpilzen

Hausstaubmilbenkot und tote Milben verursachen die Symptome

Bei einer Hausstaubmilbenallergie handelt es sich tatsächlich eher um eine Allergie gegen Proteine im Kot der Hausstaubmilben als eine Allergie gegen die kleinen Tierchen selbst. Im Kot enthalten sind Eiweiße, auf die Ihr Immunsystem bei einer Hausstaubmilbenallergie überreagiert. Der Kot trocknet – besonders mit Beginn der Heizperiode - aus, zerfällt und verbindet sich mit dem Hausstaub. Das Einatmen führt dann zu typischen Hausstauballergie-Symptomen.

Aber auch im Körper der Milben sind die Allergene enthalten. Zum Problem wird dies aber erst, wenn die Winzlinge tot sind und ihre Körper ebenfalls zu feinem Staub zerfallen.

Was sind typische Symptome einer Hausstauballergie?


Anders als beim Heuschnupfen tritt die Hausstauballergie ganzjährig auf. Oft verstärken sich die Symptome aber zu Beginn der Heizperiode. Es gibt zwar in dieser Zeit zahlenmäßig weniger Milben. Durch das Heizen trocknet deren Kot aber schneller aus und wird noch mehr durch den Raum gewirbelt.

Hausstaubmilben lieben Staubfänger

Der Mensch verliert täglich ein bis zwei Gramm Hautschuppen. Alleine das bietet 1,5 Millionen Hausstaubmilben einen Tag lang Nahrung. Ein Gramm Staub aus einer Matratze kann zwischen 2.000 und 15.000 Milben enthalten. Darüber hinaus lieben die Milben Staubfänger wie:

  • Vorhänge

  • Teppiche

  • Polstermöbel

  • offene Regale

  • etc.

Typische Anzeichen einer Hausstaubmilbenallergie sind:

  • Schnupfen
  • verstopfte Nase
  • Niesen
  • trockene Nasenschleimhaut
  • Halsschmerzen
  • Verschleimung der Atemwege
  • Atemnot
  • Husten
  • geschwollene Augen
  • Augenbrennen
  • Hautausschlag
  • Juckreiz auf der Haut
  • Asthma

Mehr zu den Symptomen

Wie stellt der Arzt die Diagnose Hausstaubmilbenallergie?


Eine Hausstaubmilbenallergie erkennen und behandeln: Suchen Sie hierzu einen Spezialisten für Allergologie oder, je nach Beschwerdebild,  einen Facharzt für Dermatologie, Pneumologie oder HNO auf. In einem ausführlichen Patientengespräch befragt Sie der Mediziner zunächst genauer über Ihre Beschwerden. Im Anschluss daran folgen gegebenenfalls weitere Untersuchungen wie:

Was hilft gegen eine Hausstaubmilbenallergie?


Besonders wichtig für die Behandlung der Hausstauballergie ist, dass Sie die Hausstaubmilbenbelastung in der Wohnung möglichst reduzieren. Hinzu kommt die eigentliche Therapie durch den Arzt.

Hausstaubmilben bekämpfen

Um die Anzahl an Milben möglichst gering zu halten, beachten Sie folgende Tipps:

  • Statten Sie Matratzen, Bettdecken und Kopfkissen mit milbendichten Überzügen aus.
  • Nutzen Sie Bettwäsche aus synthetischem Material, die Sie bei 60 °C waschen können.
  • Lüften Sie Ihre Wohnung regelmäßig.
  • Verzichten Sie auf Staubfänger im Schlafzimmer (z. B. Teppiche, Gardinen, offene Bücherregale).
  • Bei Kindern sollte die Anzahl an Kuscheltieren möglichst gering gehalten werden.
  • Vorhandene Kuscheltiere regelmäßig bei 60 °C waschen.
  • Verwenden Sie, wenn überhaupt, allergikerfreundliche Teppichböden.
  • Verzichten Sie v. a. im Schlafzimmer auf Topfpflanzen.

Behandlung der Hausstaubmilbenallergie

Neben der Senkung der Milbenanzahl stehen Ihnen grundsätzlich zwei weitere Möglichkeiten zur Milbenallergie-Behandlung zur Verfügung:

Sprechen Sie hierzu am besten mit Ihrem behandelnden Arzt.

Mehr zur symptomatischen Therapie

Mehr zur Hyposensibilisierung