Erklärt - Kurz & prägnant

Zeitlicher Abstand zwischen zwei Injektionen in der Fortsetzungsbehandlung

03/06/2018
Dr. med. Oliver Mainusch

Wenn Sie mit der spezifischen Immuntherapie (SIT) begonnen und die Höchstdosis erreicht haben, werden die Zeitfenster zwischen den Injektionen schrittweise verlängert. Hierbei ist in vielen Praxen ein Abstand von vier Wochen zwischen zwei Spritzen üblich. Je nach Präparat können die Intervalle aber auch auf sechs bis acht Wochen ausgedehnt werden.

Auch eine frühere Injektion ist möglich, wenn Sie den vierwöchigen Rhythmus durch berufliche oder private Termine (z. B. Urlaub) nicht wahrnehmen können. Hier ist es vorteilhafter, die nächste Injektion vorzuziehen als zu lange zu warten.

Bedeutung für Patienten

Nach Erreichen der vom Arzt festgelegten Höchstdosis ist eine Verlängerung der Abstände auf z. B. vier bis sechs Wochenintervalle meistens möglich. Die längstmöglichen Intervalle sind in der Packungsbeilage beschrieben. Umgekehrt können Sie das Präparat auch früher als im üblichen vierwöchigen Intervall erhalten. Sowohl Wirkung als auch Verträglichkeit bleiben unverändert.

 Bei zu langen Pausen hingegen muss die Dosis vorerst wieder reduziert werden. Bei starker Überschreitung der angegebenen Zeitintervalle (z. B. > 10 Wochen), kann eine neue Einleitungsbehandlung (Steigerungsphase) mit wöchentlichen Spritzen notwendig sein.

Behandlungsplan mit Arzt abstimmen

Je mehr Wirkstoff Sie im Behandlungszeitraum erhalten, desto höher ist die Chance einer Verbesserung Ihrer Beschwerden. Dies zeigen aktuelle Studiendaten. Ob Sie jetzt aber zwölf oder zehn Spritzen pro Jahr erhalten, ist unerheblich. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie die mit Ihrem Arzt abgesprochenen Intervalle zwischen zwei Injektionen auch einhalten können.

Auf diese Art und Weise können Sie mit dazu beitragen, dass Ihre Behandlung Erfolg hat. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt die weitere Behandlung unter Berücksichtigung Ihrer Termine ab. Sie können sich von Ihrem Arzt z. B. auch schon nach zwei Wochen eine weitere Spritze geben lassen, wenn Sie in den Urlaub fahren wollen und der nächste Termin sonst in Ihren Urlaub fallen würde. Die nächste Injektion kann dafür dann auch nach sechs Wochen verabreicht werden. Unter dem Strich erhalten Sie dann die gleiche Anzahl an Behandlungen wie im vierwöchigen Rhythmus. Eine negative Auswirkung auf den Therapieerfolg brauchen Sie nicht zu fürchten.

Eine Alternative: Die sublinguale Immuntherapie (SLIT)

Wenn Sie Ihre beruflichen oder privaten Termine nicht mit Ihren Arztbesuchen koordiniert bekommen, kann die sublinguale Immuntherapie eine Alternative zur Spritzentherapie darstellen. Dabei nehmen Sie das Medikament täglich selber ein und können dies auch mit auf Dienstreisen nehmen. Dabei ist nur zu beachten, dass die Allergen-Lösungen oder Tabletten nicht über 25° C gelagert werden dürfen.

Dr. med. Oliver Mainusch (Facharzt für Dermatologie)
Blumenstr. 1, 42551 Velbert
Telefon: 02051-57783
http://www.hautconnection.de/

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